Jede Fahrt mit dem Schienenpersonennahverkehr (SPNV) beginnt an einer Station. Daher leistet das Erscheinungsbild der Stationen einen entscheidenden Beitrag zur Attraktivität des Gesamtsystems.

Bereits zum dreizehnten Mal in Folge wurden die SPNV-Stationen im go.Rheinland-Gebiet von Stationserfasser*innen unter die Lupe genommen. Dabei stellt die Stationserhebung eine Momentaufnahme des Zustands einer Station zum Zeitpunkt der Erfassung dar. Alle Stationen werden einmal im Jahr vollumfänglich erhoben.

Im Rahmen der Erfassung werden mittels eines standardisierten Fragenkatalogs alle vorhandenen Ausstattungselemente erhoben und nach festgelegtem Schema bewertet. Dabei werden einzelne Mängel dokumentiert, welche entweder nur zum Zeitpunkt der Erfassung oder über einen längeren Zeitraum bestanden haben.

Die festgestellten Mängel werden im Nachgang zur Erhebung zwischen go.Rheinland und den jeweiligen Stationsbetreibern sowie mit weiteren verantwortlichen Stellen erörtert. Die Stationserfassung soll insgesamt anstoßen, Mängel schnellstmöglich und dauerhaft abzustellen. Sie soll aber auch dazu beitragen, bei allen Verantwortlichen die Sensibilität für die hohe Bedeutung der Zugangsqualität als Teil der Qualität des Nahverkehrsangebots zu erhöhen.

Eine Steigerung der Stationsqualität wird weiterhin durch die Ausbaumaßnahmen an Stationen bewirkt. Neben der Erneuerung der Ausstattungskomponenten wirkt sich dies auch positiv auf die Barrierefreiheit der Stationen aus.

Stationsbetreiber

Zum Zeitpunkt der Erfassung im Jahr 2025 gab es im go.Rheinland-Gebiet insgesamt 201 Stationen. Die Station Stolberg Altstadt und die Stationen entlang der Strecke Euskirchen – Bad Münstereifel konnten aufgrund der Flutauswirkungen (Unwetter „Bernd“ im Jahr 2021) nicht untersucht werden.

Stationsbetreiber sind so genannte Eisenbahninfrastrukturbetreiber (EIU).

Verteilung der Zuständigkeit für die Stationen auf die EIU:

  • DB InfraGO AG – 143 Stationen
  • Rurtalbahn GmbH – 41 Stationen
  • EVS Euregio Verkehrsschienennetz GmbH (EVS) – 19 Stationen

An den Stationen Stolberg Hbf und Langerwehe sind sowohl die DB InfraGO AG als auch die EVS verantwortlich. Daher sind diese in der Aufzählung doppelt aufgeführt. Zwischen den EIU und go.Rheinland besteht kein direktes Vertragsverhältnis. Vertragspartner sind die jeweiligen Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU). Diese schließen sogenannte Stationsnutzungsverträge mit dem EIU ab.

Stationskategorien

Alle deutschlandweit rund 5.400 Stationen der DB InfraGO AG sind in sieben Kategorien eingeteilt. Diese Einteilung stellt die Grundlage für das Stationspreissystem dar. Eine Zuordnung zu den sieben Kategorien erfolgt bundesweit nach einheitlichen Kriterien. Grundsätzlich handelt es sich bei Stationen in der Kategorie 1 und 2 um Knotenbahnhöfe, während in Kategorie 7 Stationen mit geringer verkehrlicher Bedeutung abgebildet werden.

Die Stationskategorien der DB InfraGO AG sind jeweils mit Vorgaben zur Ausstattung verbunden und als kategoriespezifische Basisleistungen in den Infrastrukturnutzungsbedingungen (INB) der DB InfraGO AG definiert.

Nähere Informationen zu den INB und den Stationskategorien können hier abgerufen werden:

Aktuelle Stationspreislisten

Bewertungsschema

Alle Stationen werden mindestens einmal jährlich nach einheitlicher Methodik von den go.Rheinland-Profitester*innen erfasst. 

Erhoben werden sowohl alle Bahnsteige als auch die Zugangsbereiche der Stationen. Für jede Station wird dabei ein Gesamtwert ermittelt, welcher aus einem Teil der erhobenen Merkmale gebildet und dem Ampelsystem zugeordnet wird. Der ermittelte Wert beurteilt das Gesamterscheinungsbild der Stationen und stellt eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der jeweiligen Erfassung dar.

Erfassung 2025:

  • Neu seit 2024: Einführung einer vierten Kategorie zur Gesamtbewertung „sehr gut/ausgezeichnet“ für besonders gute Bewertungsergebnisse
  • Untersuchung von 195 der 201 Stationen
  • Sechs Stationen konnten aufgrund der Flutauswirkungen nicht erfasst werden.

Bei den Ausstattungselementen, die an einer Station vorhanden sind, werden jeweils die Funktionalität, die Sauberkeit und das Erscheinungsbild bewertet. Die Ausstattungsmerkmale sind unabhängig davon, ob sie im Zuständigkeitsbereich des jeweiligen Stationsbetreibers liegen oder nicht, Bestandteil des Gesamtergebnisses für eine Station.

Details der Bewertung können hier abgerufen werden:

Download

Die Barrierefreiheit von Stationen wird ebenfalls erfasst. Sie geht allerdings nur bei der Funktionalität der Aufzüge, Fahrtreppen und Rampen in die Bewertung ein.

Der stufenfreie Zugang und der Zugeinstieg werden nicht bewertet, da Verbesserungen diesbezüglich kurzfristig nicht erzielbar sind bzw. die Erforderlichkeit baulicher oder betrieblicher Veränderungen, bspw. an Fahrzeugen, nicht Gegenstand der Bewertung sind. Somit ist aus der Zuordnung im Ampelsystem nicht ersichtlich, ob die jeweilige Station barrierefrei ist. Der Status quo kann einer separaten Auswertung zur Stufenfreiheit im go.Rheinland-Gebiet entnommen werden.

An Stationen kann es eine Vielzahl an Zuständigen geben:

  • Stationsbetreiber
  • Kommune
  • Vertriebsdienstleister
  • Netzbetreiber (z. B. DB InfraGO AG)
  • Private

 

 

 

Daraus ergibt sich ein hoher Abstimmungsbedarf, um die Qualität der einzelnen Stationen zu verbessern. So kann es vorkommen, dass einige Stationen ein schlechtes Gesamtergebnis aufweisen, obwohl sich die Ausstattungselemente im Zuständigkeitsbereich des Stationsbetreibers in einem guten Zustand befinden.

 

Ergebnisübersicht 2025

Insgesamt 195 untersuchte Stationen:

  • 10 Stationen (5 %) haben ein sehr gutes Erscheinungsbild.
  • 98 Stationen (50 %) haben ein mindestens akzeptables Erscheinungsbild.
  • 71 Stationen (37 %) sind noch akzeptabel (das Gesamterscheinungsbild dieser Stationen wird durch einzelne Mängel beeinträchtigt).
  • 16 (8 %) haben ein nicht mehr akzeptables Erscheinungsbild (-> besonderer Handlungsbedarf).

 

Die Anzahl der Stationen im nicht akzeptablen bzw. noch akzeptablen Bereich ist mit 87 Stationen im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Vorjahr 50). Die EVS und die RTB weisen keine Stationen im nicht akzeptablen Bereich auf, sondern lediglich im noch akzeptablen Bereich. 78 der 87 noch bzw. nicht mehr akzeptablen Stationen liegen im Zuständigkeitsbereich der DB InfraGO AG. 

Gründe liegen wie auch in den Vorjahren insbesondere an den vielfach auftretenden Graffiti und einer Häufung von Vandalismus. Graffiti, welche beispielsweise an mehreren Ausstattungsmerkmalen zu finden sind, führen jedes Mal zu einer Abwertung des Erscheinungsbilds. 

Ausstattungsmerkmale, bei denen sich das durchschnittliche Bewertungsergebnis am deutlichsten verbessert hat (> 5 Prozentpunkte):

 

  • Erscheinungsbild der Fahrausweisautomaten
  • Funktionalität und Erscheinungsbild der Entwerter
  • Funktionalität und Erscheinungsbild der Fahrtreppen

Positive Veränderungen gab es insbesondere bei den Fahrausweisautomaten und -entwertern. Dies betrifft sowohl die Funktionalität der Entwerter als auch das Erscheinungsbild von Entwertern und Automaten. Dies liegt insbesondere an der neuen Vertriebsausschreibung und dem damit verbundenem Austausch der Automaten.

Abgenommen haben die durchschnittlichen Bewertungen der Sauberkeit der Aufzüge und der allgemeine Bauzustand der Zugangsbereiche.

 

Eine detaillierte Aufstellung der wertungsrelevanten Kriterien je Station enthält die folgende Liste der Gesamtergebnisse:

 

 

Weiterhin können hier alle Stationen im grünen und roten Bereich mit den jeweiligen Einsteigerzahlen abgerufen werden:

Räumliche Verteilung der Bewertungsergebnisse

Die Karte zeigt die räumliche Verteilung der Bewertungsergebnisse. Einige Stationen weisen deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr auf. Diese sind unter anderem Aachen-Schanz, Buir und Frechen-Königsdorf. Allerdings verzeichnen manche Stationen auch deutliche Verschlechterungen des Gesamterscheinungsbilds. Hier können unter anderem Bergheim und Duckterath aufgeführt werden. Gründe liegen hier im vielfach auftretenden Vandalismus und in mangelnder Sauberkeit. Auffällig sind die schlechten Bewertungsergebnisse einiger Kölner-S-Bahn-Stationen, der Stationen entlang der Strecke Horrem – Düren und der Stationen entlang der Linie RB 38. 

Insbesondere einige Stationen der Bördebahn wiesen in den Vorjahren im Vergleich zu den meisten anderen Stationen einen deutlich geringeren Ausstattungsstandard auf – etwa fehlende Fahrplanvitrinen oder fehlenden Wetterschutz. Da nur vorhandene Ausstattungselemente betrachtet werden, beschränkte sich die Bewertung bei der Bördebahn auf entsprechend wenige Ausstattungselemente. Somit waren die Ergebnisse für diese Stationen in den Vorjahren nur eingeschränkt vergleichbar. Die Stationen auf der Bördebahn wurden sukzessive modernisiert bzw. neu gebaut. Dies schlägt sich auch in den Bewertungsergebnissen nieder. Modernisierungen stehen lediglich noch in Nemmenich und Zülpich (derzeit im Bau) aus.

An vielen Stationen sind in den kommenden Jahren größere Umbaumaßnahmen geplant, sodass hier von einer deutlichen Verbesserung des Gesamterscheinungsbilds auszugehen ist. Insbesondere die Arbeiten im Rahmen des Hochleistungskorridors auf der rechten Rheinstrecke werden im Jahr 2026 zu einer deutlichen Verbesserung führen.

Ergebnisse Stufenfreiheit und Leitsysteme

Die barrierefreie Gestaltung von Stationen ist für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste von entscheidender Bedeutung. Barrierefreiheit umfasst unter anderem die Stufenfreiheit der Stationen und den barrierefreien Übergang zwischen Bahnsteig und Zug (bzgl. Stufen und Spaltenbreite).

 

  • stufenfrei erreichbar: 176 Stationen (alle Bahnsteige können ohne Stufen erreicht werden)
  • teilweise stufenfrei (lediglich ein Teil der Bahnsteige stufenfrei erreichbar): 13 Stationen
  • nicht stufenfrei erreichbar: zwölf Stationen

 

Eine detaillierte Auflistung zum Ausbau der Stationen steht hier zum Downloaden zur Verfügung:

Eine Darstellung der Stufenfreiheit aller Stationen im go.Rheinland-Gebiet enthält die oben eingebundene Karte. Alle nicht stufenfreien Stationen mit den entsprechenden Einsteigerzahlen sind hier aufgeführt:

 

Hinzu kommt das Blindenleitsystem, welches es blinden und sehbehinderten Menschen ermöglicht, sich selbstständig im öffentlichen Raum zu bewegen. Dies geschieht beispielsweise durch die Ausstattung der Böden mit taktilen Leitstreifen und Aufmerksamkeitsfeldern.

Neben der stufenfreien Erreichbarkeit der Stationen sind das Zusammenspiel zwischen Bahnsteighöhe und dem Einstieg ins Fahrzeug für eine barrierefreie Verbindung entscheidend. Eine Darstellung kann der Grundlagenuntersuchung Mobilität von go.Rheinland entnommen werden:

Stufenfreier Einstieg ins Fahrzeug

 

Stufenfreier Ausbau

  • Mit Fertigstellung der Arbeiten im Zuge der RRX-Außenäste auf der Strecke Rheydt – Aachen wurden in den letzten Jahren viele Stationen stufenfrei ausgebaut.
  • Die Anzahl der stufenfreien Stationen konnte in den letzten Jahren ausgeweitet werden.
  • Viele weitere Modernisierungen sind in den nächsten Jahren geplant.
  • Verbesserungen werden durch die Generalsanierung auf der rechten Rheinstrecke im zweiten Halbjahr 2026 erreicht.

Die DB InfraGO AG hat sich innerhalb ihres Projekts „Zukunft Bahn“ zum Ziel gesetzt, die Verfügbarkeit von Aufzügen und Fahrtreppen deutlich zu erhöhen. Dies soll unter anderem durch eine verbesserte Ersatzteillogistik der Instandhaltungsdienstleister und Hersteller erreicht werden.

Für den Großteil der Aufzüge ist mittlerweile eine Zustandsüberwachung in Echtzeit verfügbar. Das Haltestellen-Informations-System des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg (VRS) enthält die Echtzeit-Daten der Aufzüge und Fahrtreppen: Haltestellen-Informationssystem im VRS

Ausstattung der Bahnsteige mit Leitstreifen

  • An über 70 Prozent der Stationen sind Leitstreifen für Blinde und Sehbehinderte am Bahnsteig vorhanden (145 Stationen).
  • An 14 Stationen sind diese zumindest teilweise vorhanden (d. h. nicht an allen Bahnsteigen).
  • Die Anzahl der Stationen, die nicht mit Leitstreifen ausgestattet sind, liegt bei 36.
  • weiterhin positiver Trend im go.Rheinland-Gebiet durch Ausbauprogramme

Ergebnisse Sauberkeit

Die Sauberkeit von Stationen leistet einen erheblichen Beitrag zu deren Gesamterscheinungsbild. Beeinträchtigt wird der Eindruck von temporären Verunreinigungen oder Vandalismus. Eng verbunden mit der Sauberkeit einer Station ist die subjektive Sicherheit. Neben Kriterien wie Beleuchtung, Videoüberwachung, Belebtheit und Einsehbarkeit spielt der Zustand der Station eine entscheidende Rolle. Der Zu- und Abgang nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein.

So verleiten heruntergekommene sowie augenscheinlich vernachlässigte Stationen und der damit suggerierte Abbau sozialer Kontrolle Personen dazu, weitere Vandalismustaten zu verüben. Die Zahl der Vorfälle erhöht sich mit der Zeit, wobei sich die Tatabstände zeitgleich verkürzen. Dieser „Broken-Windows-Effekt“ hat dabei Einfluss auf die Reisenden. So nimmt sowohl die kognitive (persönliche Risikoeinschätzung, Opfer einer Straftat zu werden) als auch die konative Kriminalitätsfurcht (Vermeidung von Orten zum Zweck der Sicherheit) an diesen Stationen zu. Gepflegte Stationen hingegen wirken sicherer, sodass kein Unsicherheitsgefühl entsteht.

Insbesondere großflächiges Graffiti und zahlreiche sogenannte Tags durch Permanentstifte in den Zugangsbereichen prägen das Erscheinungsbild der Stationen. Zuständig für die Beseitigung des Vandalismus ist nicht in jedem Fall der Stationsbetreiber, da die betroffenen Zugangsbereiche oftmals im kommunalen Besitz liegen. In einigen Fällen finden sich die Verunreinigungen mit Graffiti auch an Fassaden, die sich in privatem Besitz befinden. Für die Betreiber der Stationen entstehen hohe Kosten durch Vandalismus. 

Graffiti

  • 23 Stationen (2024: 49 Stationen) weisen starke Verunreinigungen durch Graffiti in den Zugangsbereichen auf; in den meisten Fällen handelt es sich dabei um Stationen mit einer Unterführung.
  • in den Vorjahren kontinuierliche Zunahme der Anzahl der Stationen mit starkem Graffiti
  • Nachhaltige Erfolge können nur schwer erreicht werden, da gestrichene Wände in kürzester Zeit erneut besprüht werden

Das Anti-Graffiti-Programm des Landes NRW und der DB lief im Jahr 2018 aus. NRW ist eines der Bundesländer, welches von der DB AG als Schwerpunktgebiet hinsichtlich Graffiti identifiziert wurde. 

go.Rheinland hat gemeinsam mit der DB InfraGO AG eine Kooperationsvereinbarung getroffen, um Graffiti gemeinsam zu bekämpfen. Neben der Graffitibeseitigung beinhaltet dies auch die Umsetzung von Kunst-Graffiti an gemeinsam ausgewählten Standorten. Dies ist ein alternativer Lösungsansatz, um Verunreinigungen durch Graffiti zu reduzieren. Eine entsprechende Verlängerung der Vereinbarung ist bereits umgesetzt.

In den letzten Jahren wurde dieser Ansatz an mehreren Stationen verfolgt. Der Haltepunkt Duckterath in Bergisch Gladbach-Gronau wurde im Herbst 2021 neugestaltet. Die DB InfraGO AG, go.Rheinland, die Maler- und Lackiererinnung Bergisches Land, die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land, die Stadtverkehrsgesellschaft Bergisch Gladbach und die Katholische Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH (KJA) haben sich zusammengeschlossen, um die Neugestaltung der Wandflächen im Bereich der Treppenaufgänge umzusetzen.

 

2022 kamen weitere Standorte hinzu, bei denen die Zugangsbereiche aufwendig gestaltet wurden:

  • Köln West
  • Köln-Nippes
  • Eitorf
  • Köln-Longerich

Im Jahr 2023 wurden nachfolgende Stationen mit bunten Motiven gestaltet. Dabei wurden einige Standorte im Rahmen der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung umgestaltet, während andere Kunst-Graffiti aus Eigenmitteln der Stationsbetreiber oder von Kommunen (Stadt Köln in Köln-Worringen) finanziert wurden.

  • Jülich An den Aspen
  • Köln-Dellbrück
  • Köln-Holweide
  • Köln-Müngersdorf Technologiepark
  • Köln-Stammheim
  • Köln Weiden West
  • Köln-Worringen

Im Jahr 2024 wurden nachfolgende Stationen umgestaltet:

  • Bonn UN Campus
  • Köln-Buchforst
  • Buir
  • Langerwehe

Projekt aus 2025:

  • Leverkusen Mitte

Die DB InfraGO AG hat an der Station Schladern im Jahr 2025 eine Umgestaltung der Personenunterführung aus Eigenmitteln vorgenommen.

 

Detaillierte Einblicke in die jeweiligen Standorte bietet die eigene Streetart-Website von go.Rheinland:

go.Rheinland – Streetart

Auch die Rurtalbahn GmbH ist bezüglich Graffitiprävention aktiv: Schüler*innen von zwei Jülicher Offenen Ganztagsschulen (OGS) haben im Mai 2023 im Rahmen einer Graffiti-AG des SKF Jülich eine Wand im Bereich des Rurtalbahn-Haltepunkts An den Aspen bunt gestaltet. Die Kosten für Material, Vorbereitung und die künstlerische Profi-Begleitung wurden von der Rurtalbahn GmbH übernommen. 

Gleisbett

Nicht nur im Zugangsbereich und am Bahnsteig können Verunreinigungen auftreten, sondern auch im Gleisbereich. Vor allem das Gleisbett ist an vielen Stationen verschmutzt.
 

  • leichte Verschlechterung im Vergleich zum Vorjahr
  • Besonders betroffen sind hoch frequentierte Stationen wie beispielsweise einige S-Bahn-Stationen im Kölner Stadtgebiet, aber beispielswiese auch Stationen entlang der Linie RB 38.
  • An insgesamt 10 Stationen weist das Gleisbett starke Verunreinigungen auf (Vorjahr: 13 Stationen).

Ergebnisse Fahrgastinformation

Sowohl im Zugangsbereich als auch auf den Bahnsteigen tragen viele Ausstattungselemente dazu bei, die Fahrgäste vor Ort zu informieren. Neben Beschilderungen und Wegweisern sind auch die Aushänge in den Vitrinen für die Fahrgastinformation von Bedeutung. Hinsichtlich der Fahrgastinformation gibt es an vielen Stationen Nachbesserungsbedarf. Beschriftungen sind zum Teil nicht mehr lesbar, da sie verblasst, abgeblättert oder durch Graffiti überdeckt sind.

  • An drei Stationen war das Erscheinungsbild der Vitrinen stark beeinträchtigt (Vorjahr: fünf Stationen).
  • leichte Verschlechterung bei der Sauberkeit der Vitrinen
  • Die durchschnittliche Bewertung der Funktionalität hat sich leicht verschlechtert, liegt aber auf einem guten Niveau.

Die schlechte Lesbarkeit von Fahrplanaushängen, Netzplänen oder Tarifinformationen hängt vor allem vom Zustand der Vitrinen ab. Viele der Vitrinen weisen Mängel durch Scratching, Graffiti, allgemeine Verschmutzung oder eingeschlagene Scheiben auf.

Das Bild zeigt die Station Köln-Holweide 2024 (links) und 2025 (rechts), Vitrine repariert.

  • Die Durchschnittsbewertung der Funktionalität der Uhren am Bahnsteig hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert.
  • Bei den Uhren in den Zugangsbereichen gibt es ebenso wie im Vorjahr eine leichte Verschlechterung der Durchschnittsbewertung, so dass hier keine zufriedenstellenden Ergebnisse erreicht werden.
  • 111 Stationen sind mit DSA auf den Bahnsteigen ausgestattet.
  • Die Durchschnittsbewertung der Funktionalität liegt bei nahezu 100 Prozent.
  • an größeren Stationen: Zugzielanzeiger (35 Stationen); hier liegt die Durchschnittsbewertung der Funktionalität bei 94,38 %
  • geändertes Design im Rahmen der deutschlandweiten Umstellung auf ein neues Reisendeninformationssystem der DB (IRIS+)
  • Zusätzliche Informationen wie die Informationen zum Standort der 1. und 2. Klasse sowie Mehrzweckbereiche können abgebildet werden.

Der DSA sorgt für eine Reisendeninformation nach dem Zwei‑Sinne-Prinzip. 
Wichtige Informationen, z. B. über Fahrplanabweichungen, werden vom DSA sowohl visuell über das Display als auch akustisch über einen integrierten Lautsprecher ausgegeben.

Ergebnisse Komfort

Zu den Komfortmerkmalen an Stationen zählen der Wetterschutz und die Sitzmöglichkeiten. Das Erscheinungsbild dieser Ausstattungsmerkmale sollte stets gepflegt sein. Einige Stationen weisen Beschädigungen an den Sitzmöglichkeiten und am Wetterschutz auf. Teilweise fehlen Seitenscheiben des Wetterschutzes, sodass die Funktionalität beeinträchtigt ist. Zu Abwertungen führt vor allem das schlechte Erscheinungsbild und die fehlende Sauberkeit einiger Wetterschutzeinrichtungen.

  • Die Funktionalität der Wetterschutze weist durchschnittlich bessere Bewertungen auf als die Sauberkeit oder das Erscheinungsbild.
  • An elf Stationen (2024: 23 Stationen) liegt die Bewertung des Wetterschutzes (Erscheinungsbild) im nicht akzeptablen Bereich.
  • Gründe für Abwertungen sind auftretende Graffiti an Fahrgastunterständen oder Windschutzen.
  • Wetterschutz ist weiterhin vielfach das Ziel von Vandalismus; Scheiben werden zum Teil kurz nach Instandsetzung erneut zerstört oder mit Graffiti verschmutzt.

Besonders die Wetterschutze „DB PlusPunkte“ sind oftmals von Verunreinigungen und Graffiti betroffen. Ein Ansatz ist die Folierung des Wetterschutzes. Dies wurde zuletzt im Jahr 2022 in Bergheim und Aachen-West durch die DB InfraGO AG umgesetzt.

 

Das Bild zeigt eine Wetterschutz-Einrichtung in Rosbach.

  • Die Funktionalitätsbewertung von Sitzgelegenheiten weist sehr hohe Durchschnittswerte auf; während die Funktionalität der Sitze bei annähernd 100 Prozent liegt, erreicht die Sauberkeitsbewertung annähernd 90 Prozent.
  • Etwas häufiger abgewertet wurde das Erscheinungsbild der Sitze, hier führen beispielsweise Lackabblätterungen zu Abwertungen.

Ergebnisse Vertrieb

Bisherige Zuständigkeit

Bei der Rurtalbahn (RB 21) sorgen seit dem Januar 2020 neue Fahrkartenautomaten für ein verbessertes Vertriebsangebot. go.Rheinland, die Rurtalbahn GmbH und die DB Vertrieb GmbH hatten vereinbart, dass die in die Jahre gekommenen Fahrkartenautomaten, die sich in den Fahrzeugen der Rurtalbahn befanden, entfernt werden. Stattdessen wurden Fahrkartenautomaten von DB Vertrieb auf den Bahnsteigen an den Stationen der RB 21 in Betrieb genommen.

Die Zuständigkeit für die Fahrausweisautomaten und Fahrausweisentwerter lag bis 2024 bei der im Rahmen einer von go.Rheinland durchgeführten Vertriebsausschreibung beauftragten DB Vertrieb GmbH. Eine Ausnahme bildete der Rhein-Sieg-Express (RE 9). Hier lag die Zuständigkeit direkt beim Eisenbahnverkehrsunternehmen bzw. bei dessen Unterauftragnehmern.

Neue Ausschreibung

go.Rheinland hat als Federführer einer gemeinsamen Ausschreibung mit dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV), dem Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) und dem Zweckverband ÖPNV Rheinland-Pfalz SÜD (ZÖPNV RLP Süd) im Jahr 2024 Aufträge für Vertriebsdienstleistungen vergeben, nachdem der bestehende Vertrag ausgelaufen war. Gewinner des ausführlichen Vergabeverfahrens ist die Transdev Vertrieb GmbH.

Im Vergabeverfahren wurden klassische Vertriebsdienstleistungen in zwei Losen ausgeschrieben. Sowohl Los 1 (Fahrausweisautomaten und Fahrausweisentwerter, gemeinsames Verfahren mit NVV, ZÖPNV RLP Süd und SPNV-Nord) als auch Los 2 (personenbedienter Verkauf, gemeinsames Verfahren mit SPNV-Nord und NVV) gingen nach eingehender Prüfung und entsprechendem Votum der jeweiligen Gremien an die Transdev Vertrieb GmbH, die das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Die Laufzeit des Vertrags beträgt zehn Jahre und enthält eine Verlängerungsoption für weitere zwei Jahre.

Der Austausch von Fahrausweisautomaten und Fahrausweisentwertern wurde nach und nach seit Anfang 2025 vollzogen. Im gesamten go.Rheinland-Gebiet wurden 327 Fahrausweisautomaten und 280 Entwerter ausgetauscht, über alle Auftraggeber hinweg 595 Fahrausweisautomaten und 432 Entwerter. Zudem wurde Transdev mit dem personenbedienten Verkauf in insgesamt elf Kundencentern (go.Rheinland: 7) und 35 Mini-Kundencentern (go.Rheinland: 11) betraut.  

  • Vielfach treten Abwertungen des Erscheinungsbilds durch Scratching, Lackschäden, Graffiti oder sonstige Beschädigungen auf.
  • Die durchschnittliche Bewertung des Erscheinungsbilds der Automaten im Zugangsbereich liegt auf einem schlechten Niveau.
  • An sieben Stationen (2024: 35 Stationen) wurden auffällige Mängel beim Erscheinungsbild der Automaten am Bahnsteig festgestellt.
  • Die Bewertung der Funktionalität am Bahnsteig und im Zugangsbereich erzielt einen guten Durchschnittswert.
  • Die durchschnittliche Bewertung der Kriterien Funktionalität und Erscheinungsbild der Entwerter (Zugangsbereich und am Bahnsteig) liegt auf einem ähnlichen Niveau zueinander, wobei die Funktionalität am Bahnsteig leicht unterhalb der Ergebnisse des Zugangsbereiches liegt.
     
  • An einer Station (2024: zehn Stationen) wurden auffällige Mängel beim Erscheinungsbild der Entwerter am Bahnsteig festgestellt.