Mobilstation und P+R-Anlage am Bahnhof Ründeroth fertiggestellt

go.Rheinland fördert Maßnahmen mit knapp zwei Millionen Euro

Köln/Engelskirchen. Die Gemeinde Engelskirchen hat in der Zeit von Februar 2024 bis Juni 2025 zwei wichtige Infrastrukturprojekte gleichzeitig umgesetzt. Dies sind zum einen in Ründeroth die verkehrswichtige Ladestraße zur Erschließung des Wohnbereiches Rauscheid inklusive einer P+R-Anlage und zum anderen die Mobilstation am Bahnhof.
 
Die Ladestraße wurde in einer Fahrbahnbreite von 6,35 Meter hergestellt, sodass sich zwei Lkw begegnen können. Zusätzlich wurde dort eine P+R-Anlage mit 86 Stellplätzen, darunter fünf Behindertenparkplätzen, errichtet. Zudem hat die Ladestraße einen 2,50 Meter breiten Gehweg erhalten. Dieser dient auch als Verbindungsglied zur neu gebauten Mobilstation, welche aus 28 weiteren P+R-Stellplätzen inklusive zwei Behindertenparkplätzen, drei optionalen Car-Sharing-Plätzen und zwei Ladepunkten für Elektroautos besteht, die auf acht erweitert werden können.

Zudem wurde eine Fahrradabstellanlage für 52 Fahrräder errichtet, die via App und am Terminal buchbar ist und Lade- und Schließfachangebote aufweist. So ist z. B. die Sechs- und Zwölf-Stunden-Buchung kostenfrei, das Sechs-Monatsticket liegt bei 60 Euro, mit einem ÖPNV-Ticket sogar nur bei 30 Euro. Sollte sich im Oberbergischen Kreis ein Fahrradleihsystem etablieren, steht dieser Platz ebenfalls schon zur Verfügung.

Zum Angebot gehören ebenfalls drei abschließbare Rollstuhlboxen in unmittelbarer Nähe zum geplanten barrierefreien Zugang zum Mittelbahnsteig des Bahnhofs Ründeroth der DB InfraGO. Dieser soll im Jahr 2026 realisiert werden.

Die Baukosten beider Maßnahmen liegen mit ca. 3,84 Millionen Euro unterhalb der Kostenschätzung von ca. 4,30 Millionen Euro. Dabei wurden beide Maßnahmen vom Land NRW und vom Aufgabenträger go.Rheinland mit insgesamt knapp zwei Millionen Euro gefördert.

„Durch den Neubau der Mobilstation am Bahnhof Ründeroth haben Menschen in Engelskirchen nun vielfältige Möglichkeiten mobil zu sein, ohne auf ein Auto angewiesen zu sein. Die Maßnahme ist ein Beitrag zur Stärkung und Attraktivierung des Ortes und trägt zur Förderung nachhaltiger Mobilität in Engelskirchen bei“, so go.Rheinland-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober.

Für die Realisierung der Projekte wurde einiges bewegt, wie z. B. 5.000 m³ Boden- und Felsaushub, 8.000 Tonnen Schotter, 3.000 m² Pflaster, 1.000 Tonnen Asphalt und über 405 Meter Winkelstützwände. An der dem Bahnhof abgewandten Seite war eine Böschungssicherung mit insgesamt 2.200 m² Steinschlagschutznetz und 890 Felsnägeln erforderlich.

Norbert Hamm, Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Engelskirchen, Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer go.Rheinland, und Andreas Kiel, Fachbereichsleitung Tiefbau der Gemeinde Engelskirchen bei der Besichtigung der fertiggestellten Mobilstation

Norbert Hamm, Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Engelskirchen, Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer go.Rheinland, und Andreas Kiel, Fachbereichsleitung Tiefbau der Gemeinde Engelskirchen bei der Besichtigung der fertiggestellten Mobilstation (Copyright: go.Rheinland)