
Welche übergeordneten Ziele verfolgt das Projekt Regiotram und welchen konkreten Nutzen erwartest Du für die Region?
Birk: Mit der Regiotram soll ein Angebot geschaffen werden, das den Alltag vieler Menschen leichter macht. Jeden Tag pendeln Menschen auf fast 70.000 Wegen zwischen den Nordkreiskommunen Würselen, Alsdorf und Baesweiler und Aachen – viele davon stehen regelmäßig im Stau oder sitzen in vollen Bussen. Genau das wollen wir ändern. Ziel ist es, mit einer modernen, emissionsfreien Tram nicht nur die Mobilität in der Region zu verbessern, sondern auch die Lebensqualität der Anwohner spürbar zu steigern – durch weniger Verkehr und sauberere Luft.
Welche Herausforderungen sind bisher im Projektverlauf aufgetreten – und wie wurden diese gelöst?
Birk: Ein Projekt dieser Größenordnung bringt natürlich viele Herausforderungen mit sich – und das ist völlig normal. In der aktuellen Vorplanung müssen viele Themen parallel betrachtet werden – von Verkehrs- und Trassenführung bis hin zur Energieversorgung. Besonders anspruchsvoll ist es, die Strecke durch unterschiedliche städtische Räume zu führen und dabei sowohl die Leistungsfähigkeit für die verschiedenen Verkehrsteilnehmer als auch die städtebauliche Verträglichkeit sicherzustellen. Um das zu bewältigen, arbeiten wir interdisziplinär zusammen und stimmen uns eng mit den beteiligten Kommunen und weiteren Fachstellen ab. Ebenso wichtig für den Erfolg eines solchen Projektes ist die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Deshalb haben der AVV, die Stadt Aachen und die Städteregion früh damit begonnen Infomärkte und Planungswerkstätten anzubieten, über die die Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen und Anregungen einbringen und so den Prozess aktiv begleiten können.
Wie sieht der aktuelle Zeitplan aus und welche nächsten Meilensteine stehen in den kommenden Monaten an?
Birk: Seit 2025 läuft die Vorplanung. Bis Mitte 2027 wollen wir dann wissen, wie die Trasse konkret verlaufen wird, wie wir den Straßenraum aufteilen, wie die Haltestellen angelegt werden und welchen Kostenrahmen wir verlässlich ansetzen können. Im Anschluss starten die weiteren Planungs- und Bauphasen, die in Summe etwa zehn Jahre benötigen. Wenn alles wie vorgesehen verläuft, könnte die Regiotram dann in den 2030er Jahren durch Aachen und die StädteRegion fahren.